Claudia Liedtke & Ulrike Felder

18.12. - 31.01. 2012

Opening: 17 of December 2011

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Natur Toujours

Die (Wieder-) Eroberung des Imaginären

Verlassen in endloser Wildnis schreitet der Hirte
dahin durch wucherndes Gras
und sucht seinen Ochsen.
Weit fließt der Fluß, fern ragen die Gebirge,
und immer tiefer ins Verwachsene läuft der Pfad.
(Der Ochs und sein Hirte, Kuoan Shiyuan, China  ca. 1150
)

Wir können der Wirklichkeit nicht habhaft werden. Wann immer man eine Landschaft abbildet, macht man eine Aussage über die Differenz zwischen etwas Existierendem und etwas Wahrgenommenem. Das Zeichensystem des Bildes zeigt gleichzeitig sowohl eine Szene als auch den Blick des Betrachters, von einem einmaligen Blickpunkt aus - dieser wird von dem Künstler und seiner Apparatur, sei es Kamera oder Hand, eingenommen – eine unendlich subjektive Welt in einem festgehaltenen Moment.
Vorsätzlich oder zufällig, werden die Spuren, die Verwundungen und Frakturen der Naturlandschaft in die Gefühlslandschaft der Erinnerung integriert, in einer semantischen Verschiebung werden diese Elemente in eine suggestive und persönliche malerische Kartographie überführt - ein Gestus, der unleugbar eine Wiedererfindung der Natur darstellt.
Eine Landschaft ist eine Ordnung von aufeinander bezogenen Orten, ein zu interpretierender Text, Zeitlichkeit, Geschichte, Erzählung. Die Natur ist immer überlagert von zugewiesenen Bedeutungen, in deren selbstgesponnenem Gewebe der Mensch verstrickt ist. Es gibt keine „Klischee-Natur“, die das „Ich“ am Erkennen einer „realen Natur“ hindert; Landschaften sind kognitive Konstruktionen, historische Begriffe mit begrenzter räumlicher und zeitlicher Gültigkeit. Landschaft muss nicht unmittelbar erlebt werden, sie kann im Geist als Inbild vorliegen.
Die Landschaft der Außenwelt hat keine Entdecker nötig, das Innere ist die terra incognita,  und dort, wo äußere und innere Landschaft sich berühren, das Greifbare und Ungreifbare, Inbild und Bild verschmelzen, als Ergebnis von genauen Beobachtungen, intuitivem Experimentieren und der Befreiung von Unwesentlichem entstehen Bilder, die mit der Wirklichkeit in unserem Kopf viel genauer übereinstimmen als die „wirkliche“ Natur.

Text: Cem Angeli


Lorenz Grieder

23.09. - 15.11. 2011

Opening: 22 of September 2011

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Malerei und Zeichnung

Nach seinen Ausstellungen – zuletzt in der Nikolaikirche in Leipzig (Deutschland) und Basel (Schweiz) – ist Lorenz Grieder nun erstmals auch wieder in Wien zu Gast. Die Zeitvertrieb Galerie präsentiert einen Querschnitt seiner Arbeiten aus den vergangenen 3 Jahren. Die Schau umfasst 30 Werke, in Öl, Tusche/Tinte und Mischtechnik auf Leinwand oder Papier.


List of all artists

03.06. - 31.08. 2011

Opening: 02 of July 2011

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JAPAN Now

After the big »JAPAN Now« show at Designforum Vienna, MQ/quartier 21 the posters will be shown at the Zeitvertrieb Gallery. »JAPAN Now« is setting signs - against nuclear power and pro global solidarity - and the sale of the posters will be donated to help the victims of the disaster in Japan. The net revenues goes to the charity organization »Jugend eine Welt«/Don Bosco, from where the funds will be given to local Japanese helpers.


Louise Thaler

04.03. - 29.04. 2011

Opening: 03 of March 2011

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Greetings from Paradise

Mit »Greetings from Paradise« kreiert Louise Thaler eine Art begehbares Comic. Dabei befindet sich der Betrachter im »Rinnstein« (i.e. Raum zwischen den einzelnen Bildern einer Bildgeschichte). Alle Bilder und Objekte funktionieren für sich alleine, ergeben aber zusammen eine flexible Bildgeschichte mit offenem Ende. Den Verlauf der Geschichte bestimmt der Betrachter selbst.
»Im Mittelpunkt der Geschichte steht Das Bild von der Palme am Strand. Dieses Bild symbolisiert die Freiheit meiner Kunst und ist ebenso mein Symbol für die Freiheit der Kunst.«