Andrea Felber

11.11. - 30.11. 2016

Opening: 10 of November 2016

Details …

Self Timer

Die Selbstinszenierung ist das Kernthema meiner fotografischen Arbeit. Im Zentrum steht mein nackter Körper. Ich suche, die von mir im Vorfeld recherchierten Orte zu unterschiedlichen Zeiten und Witterungsbedingungen auf. Ich schaffe mir eine Bühne, in der ich mich bewege. Die Auseinandersetzung mit dem Zufälligen und dem Ungeplanten bestimmen meine Bilder. Der Bildausschnitt ändert sich je nach Aufnahmeserie. Meist bleibt die Kameraposition starr, ein andermal wird sie im performativen Akt umgestellt. Die stille Beobachtung der Kamera, der digitale Auslöser und ich kommunizieren miteinander. Etwas Märchenhaftes entsteht und soll den Betrachter einladen daran teilzunehmen, sich einen Platz auszusuchen und sich niederzulassen – oder vielleicht aber doch weiterzugehen um die Reise woanders fortzusetzen?

Die Ausstellung findet im Rahmen von eyes on – Monat der Fotografie statt.
http://eyes-on.at

tl_files/images/exhibitions/self-timer/eyesonlogo.png


Alan D. Oldham

27.10. - 30.11. 2015

Opening: 22 of October 2015

Details …

The Art of Detroit Techno

Oldham's artwork's first entry into the electronic music arena began in 1987, when his childhood friend, Derrick May, was producing his first twelve-inch record, "Nude Photo," and asked Alan to do the label art. In 1990, Oldham, now producing himself, sold an EP to a small Dutch label called, DJAX Records. After the release of the Signal to Noise Ratio EP, label boss Saskia "Miss DJAX" Slegers hired Oldham to create the graphic identity of DJAX-UP-BEATS. 25 years on, and Oldham's trademark visual style still defines the label. Today, Oldham's legendary artwork is also gracing a new generation of record labels, such as NEW RELIGION, THIRD EAR RECORDINGS, SEVENTH SIGN RECORDINGS, BIRKEN LTD., OPILEC MUSIC, DRUMCODE, and DE:TUNED.

Matthias, owner of Zeitvertrieb, always has been a huge fan of Detroit Techno. The cover artwork of Alan often had an important influence for buying the one or other vinyl, whithout even pre-listening. It is a great honor to show this great artwork now at Zeitvertrieb.


Karl Bednarik

20.06. - 30.08. 2015

Opening: 18 of June 2015

Details …

Karl Bednarik - 100 jähriges Jubiläum

Zeitvertrieb Galerie zeigt Bilder und Zeichnungen von Karl Bednarik anlässlich seines 100. Geburtstags. Zum bildnerischen Werk spricht Kurt Brazda. Danach folgt eine kurze Lesung aus unveröffentlichten Texten.

Die Ausstellung ist bis 30. August zu sehen. Geöffnet im Juli jeweils Mi von 14–18 Uhr, im August Mi–Fr 15–18 Uhr oder nach Voranmeldung.

Es ist die letzte Möglichkeit, ein Werk von Karl Bednarik zu kaufen, die Familie hat beschlossen, danach den gesamte bildnerische Nachlass ans MUSA zu übergeben.


Louise Thaler

23.05. - 16.06. 2015

Opening: 22 of May 2015

Details …

Blackout to Paradise

Eine Palme am Strand. Idyllisch, möchte man meinen. Was auf den ersten Blick als verspielter Comicausschnitt und Sinnbild der Entspannung daherkommt, wird von Louise Thaler bereits durch den Titel der Ausstellung dekonstruiert: „Blackout to Paradise“ ist nach drei Jahren des Schaffens der dritte Teil einer Ausstellungsreihe und führt somit „Greetings from Paradise“ und „Waiting for Paradise“ auf seinen thematischen Höhepunkt. 2008 als erstes und zentrales Bild der Serie entstanden, reflektiert die Künstlerin mit der Palme am Strand die Grenze zwischen verheißenem Paradies und ernüchternder Realität – und bringt ebendiese Spannung auf die Bildfläche. Nicht zuletzt wird der Betrachter dazu aufgefordert, mit seinen eigenen Sehnsüchten zu kokettieren, womit das aufrüttelnde Werk komplettiert wird.

Marlene Winter, Wien 2015

Öffnungszeiten bis 16. Juni:
Mi./Fr. 9–12 und 13–18 oder nach Vereinbarung


Thomas Mock

03.07. - 31.08. 2014

Opening: 03 of July 2014

Details …

Mr. Horse

Thomas Mock, seit den späten 1990ern in Wien als Keramik bekannt, prägte sein Schaffen unter anderem mit Arbeiten wie dem ONELINER, THE WHOOLE and MR.HORSE. In seinen Arbeiten bewahrt er stets einen gesellschaftskritischen Standpunkt und gibt gerne Anregung zur Reflexion. Grafische, malerische und konzeptionelle Arbeitsweisen zeigen das perspektivische Spektrum, das in aller Buntheit Liebe und Leben, Hässlichkeit und Tod eine tragende Rolle verleiht.

Im Jahr 2014 (dem chinesischen Jahr des Holz-Pferdes) zeigt Thomas Mock Aquarelle im asiatischem Stil, zu Ehren des Mr.Horse.


Group exhibition

31.10. - 20.11. 2013

Opening: 31 of October 2013

Details …

artentia #1: biomed

Im Rahmen einer Ausstellung werden Mikroskop-Aufnahmen aus der biomedizinischen Forschung von Literat_innen und Musiker_innen ästhetisch untersucht und ihr künstlerisches Potential sichtbar gemacht.

Das Projekt »artentia« debütiert diesen Herbst und bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Im Rahmen einer interdisziplinären Ausstellung tritt die Biomedizin in den Fokus künstlerischer Praxis: Naturwissenschaft und Kunst stellen sich so in den Kontext des jeweils anderen. Die scheinbare Trennung der beiden verschwimmt, wodurch die unzähligen Verbindungen neuer Inhalte, Formen und Perspektiven sichtbar gemacht werden. Präsentiert werden Werke nationaler und internationaler Wissenschaftler_innen, Komponist_innen und Literat_innen in der Zeitvertrieb Gallery im Rahmen des interdisziplinären Kulturfestivals »herbstklang 2013« - Resonanzraum der Künste. Die Präsentation wissenschaftlicher Studien und Techniken findet vor allem über Fachzeitschriften oder fachspezifische Kongresse statt. Beides sind Formate, die nur einem kleinen, spezialisierten Kreis zugänglich sind. Durch die Verlagerung in einen anderen Raum, wird eine neue Art von Zugänglichkeit eröffnet für Menschen, die sich weniger in naturwissenschaftlichen Kreisen bewegen. Zudem wird die Vermittlung biomedizinischer Forschung durch das künstlerische Präsentationsformat neu gedacht und interpretiert. Ausgestellt werden vorwiegend paarweise immunfluoreszensmikroskopische Bilder, die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen darstellen. Insbesondere werden hierbei wichtige biologische Konzepte und die Bedeutung einzelner Gene auf zelluläre Prozesse visualisiert.

Wissenschaftler_innen

  • Rumela Chakrabarti & Yibin Kang, Department of Molecular Biology, Princeton University, Princeton, USA
  • Dominic Cosgrove, Boys Town National Research Hospital, Omaha, USA
  • Valentina Sasselli & Vassilis Pachnis, MRC National Institute for Medical Research, London, UK
  • Toshihiro Tanaka & Hiroo Ueno, Department of Stem Cell Pathology, Kansai Medical University, Japan
  • Rocio Garcia de la Cruz Valencia & Gerhard Wiche, Max f. Perutz Laboratories, Wien, A
  • Norman Sachs & Arnoud Sonnenberg, Netherlands Cancer Institute, Amsterdam, NL
  • Dominik Handler & Julius Brennecke, Institute for Molecular Biotechnology of the Austrian Academy of Sciences, Wien, A
  • Gareth Powell, Wellcome Trust Sanger Institute, Cambridge, UK
  • Ruth Scheicher & Veronika Sexl, Institut für Pharmakologie & Toxikologie, Vetmed, Wien, A
  • Hugo Snippert & Hans Clevers, Hubrecht Institute, Utrecht, NL
  • Angela Zissler, Universität Salzburg, A
  • Laila Ritsma & Jacco van Rheenen, Cancer Biophysics, Hubrecht Institute, Utrecht, NL

Texte

  • Katrin Forstner
  • Bastian Kresser
  • Manuela Kurt
  • Andreas Kurz
  • Jasmin Linzer
  • Frieda Paris
  • Elena Premoli

Sounddesign

  • Phoenics

Screening

  • "Product of Circumstances" von Xavier Le Roy

www.herbst-klang.at
www.five-seasons.at


Johanna Valencia

27.09. - 29.10. 2013

Opening: 26 of September 2013

Details …

Patchwork

Schon in früher Kindheit hat Johanna Valencia mit dem Nähen, sowie vielen anderen Handarbeiten begonnen. Mit 12 Jahren bekam sie eine Nähmaschine von ihrer Großmutter geschenkt. Die Liebe zur Musik ließ sie jedoch an der Hochschule für Musik in Wien studieren, wo sie ihr Studium für Blockflöte mit Auszeichnung abschloss, heute spielt sie vor allem Viola da gamba und Blockflöte und lehrt als Musikpädagogin. Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie in viele Länder Europas, Amerikas und nach Asien mit Ensembles wie u.a. Hesperion XXI, Le Concert des Nations und Armonico tributo Austria. Vor zwei Jahren entdeckte Johanna Valencia ein Buch von Kaffe Fassett über Patchwork, das sie so faszinierte, dass bereits an die zwanzig große Quilts entstanden sind. Sie liebt das Spiel mit Formen und Farben und die Textur der Stoffe. Alle Decken werden von Hand gequiltet.


Harald A. Jahn

07.06. - 31.07. 2013

Opening: 06 of June 2013

Details …

Magische Orte

Mich fasziniert der Bedeutungswandel von Orten, die unbenutzt zurückgelassen wurden, nachdem sie zuvor Lebensmittelpunkt zahlreicher Menschen gewesen sind. Es sind Orte, an denen nur noch ein leises Echo vieler Lebensgeschichten wahrnehmbar ist. In alten Fabriken ist das zu spüren, oder in verfallenden Schlössern. In der großen Spinnerei überblickte der Vorarbeiter aus seinem Büro die Produktionshalle; vielleicht war er eine Respektsperson, vielleicht war er gefürchtet. Jetzt ist sein Büro genauso verlassen wie die Halle, beim Eintritt wird kein Respekt mehr gefordert. In alten Schlössern waren die Klüfte zwischen "der Herrschaft" und den Bediensteten unüberwindbar; heute sind alle Räume gleichermaßen verfallen, die prachtvollen Säle der Eigentümer genauso armselig wie es die Kammern der Diener immer waren. Es sind Geschichten von gestrandeten Träumen, von vergessenen Leben - und die Bilder lassen spüren, wie wichtig die Beziehungen, die Anwesenheit der Menschen ist; ohne sie ist eine Fabrik so wertlos wie ein Schloss. In ihrem Verfall überraschen aber gerade diese Gebäude mit einer seltenen Qualität. Sie bieten, was wir heute verloren haben: Zeit und Raum im Überfluss. Die Qualität der Räume erschließt sich schnell - die stillstehende Zeit erst, wenn man einen dieser magischen Orte selbst besucht.

Harald A. Jahn, Wien 2013


Thomas Mock

05.04. - 30.05. 2013

Opening: 04 of April 2013

Details …

Gold

Ab 4.4. zeigt die Zeitvertrieb Gallery die neuesten Arbeiten von Thomas (keramik) Mock. Der Künstler trägt in dieser Serie Goldfarbe sehr fein und grafisch auf Holz auf. Durch spezielle Pinselführung entstehen Strukturen und Schattierungen, wodurch je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall immer wieder ein anderes Gesamtbild entsteht.


Entsandte der MFK Galerie Berlin

15.12. - 01.03. 2013

Opening: 14 of December 2012

Details …

Es klatscht - aber keen Beifall!

Auf Einladung der Zeitvertrieb Galerie lässt die Galerie MFK den Glanz alter Zeiten aufleben und präsentiert in Wien ein temporäres Ausstellungsprojekt der besonderen Art. Eine tapfere Schar Berliner Künstlerinnen und Künstler macht sich auf den Weg, die Alpen zu überwinden und dem geneigten Wiener Publikum die ganz eigene Sicht auf die Stadt Wien im Speziellen und Österreich im Allgemeinen ungefragt vor Augen zu bringen. Was sehen, denken und fühlen diese Berliner bei dem Gedanken an Österreich? Sicher hat der Blick aus der nachtumschwärmten Stadt Berlin auf die kaffeehausduftende Donaumetropole seinen eigenen Reiz. Da gibt es mentale Nähe und kopfschüttelndes Unverständis, historische Parallelen und Brüche. Die eine Sprache, die sich so nah ausnimmt und so oft unendlich weit voneinander entfernt ist. Ob die Ausstellung verständlich und nett konsumierbar daher kommen wird, wagen wir hier ernsthaft zu bezweifeln. Und doch, sind wir guter Hoffnung etwas Berliner Luft in die Wiener Köpfe zu wedeln.
Wir kommen schließlich aus Berlin!
Nach Wien.

Entsandte der MFK Galerie Berlin / ausstellende KünstlerInnen:

  • Taika B.
  • Florian Bielefeldt
  • K.B. Kleemann
  • Jenny Kocerka
  • Steffen Lenk
  • Celia Mehnert
  • Florian Willnauer
  • Gabriele Worgitzki

Sybille Bettstein & Margret Krause

07.11. - 02.12. 2012

Opening: 06 of November 2012

Details …

beziehungsweise : ocker

Im Rahmen von »eyes on« Monat der Fotografie 2012
www.eyes-on.at

In unserer Lebensmitte prallen abermals Konventionen auf unsere individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen. Die kritische Betrachtung des Eigenen und die Trennung vom Anderen drängen in den Raum – in unseren Lebensraum. Das respektvolle Miteinander in unserer unmittelbaren Umgebung erfordert Mut und das Wissen um sich selbst. Beziehungen bilden das Netzwerk in der Gegenwart, leuchten in die Vergangenheit und bauen Luftschlösser der Zukunft – die Verbindungen zwischen den Menschen und die Verbindungslinien der Generationen machen uns begreifbar. Der Boden unter den Füßen – die Erde, die Basis, das Ocker – trägt und zentriert uns. Der Titel beziehungsweise : ocker steht in Sybille Bettsteins Arbeit dafür, das Leben als stetigen Wechsel und gleichzeitig in der Mitte verankert zu begreifen. Margret Krause interessiert das Beziehungsgeflecht zwischen den Menschen, aber auch das zur unmittelbaren, lebendigen Natur. Diese Begegnungen macht sie in ihren Fotografien sichtbar – Begegnungen mit dem Leben auf der ewigen Suche nach Authentizität, Glück und Harmonie.

Sybille Bettstein


Walter Gorgosilits (Dextro)

16.07. - 31.08. 2012

Opening: 13 of July 2012

Details …

K456_Gemalt

Zeitvertrieb Galerie zeigt Ölgemälde algorithmisch generierter Motive von dextro.


Louise Thaler

24.03. - 29.04. 2012

Opening: 23 of March 2012

Details …

Waiting for Paradise

Mit den neuen Arbeiten »Waiting for Paradise« erzählt Louise Thaler ihre Geschichte aus der Serie »Greetings from Paradise« konsequent weiter. Zentrum und Ausgangspunkt des begehbaren Comics bleibt das Bild mit der Palme am Strand, das auch diesmal in der Ausstellung zu sehen sein wird. Auch im 2. Zyklus gibt die Künstlerin Betrachtern keine fixe Bildfolge vor und ermöglicht dadurch wieder eine Geschichte individuell entstehen zu lassen. Selbstironisch, melancholisch und hoffnungsvoll.


Gordana Rona

25.02. - 09.03. 2012

Opening: 24 of Febuary 2012

Details …

Ölspuren

Zwei Jahre nach ihrer ersten Ausstellung in der Zeitvertrieb Galerie, zeigen wir nun die nächste Phase von Gordana Rona und können so ihrer künstlerische Entwicklung unmittelbar folgen. Ihrem Stil ist sie treu geblieben. Respektlos und frech gegenüber der nackten Leinwand lässt die Künstlerin ein wahres Farbengewitter darüber ziehen. Ausdrucksstark und impulsiv malt sie jetzt mit Ölfarben abstrake Bilder sowie Landschaften. Auch wenn der Pinselstrich noch nicht ganz ausgereift ist, lässt sich schon jetzt eine unglaubliche Kraft und Dynamik erkennen.


Claudia Liedtke & Ulrike Felder

18.12. - 31.01. 2012

Opening: 17 of December 2011

Details …

Natur Toujours

Die (Wieder-) Eroberung des Imaginären

Verlassen in endloser Wildnis schreitet der Hirte
dahin durch wucherndes Gras
und sucht seinen Ochsen.
Weit fließt der Fluß, fern ragen die Gebirge,
und immer tiefer ins Verwachsene läuft der Pfad.
(Der Ochs und sein Hirte, Kuoan Shiyuan, China  ca. 1150
)

Wir können der Wirklichkeit nicht habhaft werden. Wann immer man eine Landschaft abbildet, macht man eine Aussage über die Differenz zwischen etwas Existierendem und etwas Wahrgenommenem. Das Zeichensystem des Bildes zeigt gleichzeitig sowohl eine Szene als auch den Blick des Betrachters, von einem einmaligen Blickpunkt aus - dieser wird von dem Künstler und seiner Apparatur, sei es Kamera oder Hand, eingenommen – eine unendlich subjektive Welt in einem festgehaltenen Moment.
Vorsätzlich oder zufällig, werden die Spuren, die Verwundungen und Frakturen der Naturlandschaft in die Gefühlslandschaft der Erinnerung integriert, in einer semantischen Verschiebung werden diese Elemente in eine suggestive und persönliche malerische Kartographie überführt - ein Gestus, der unleugbar eine Wiedererfindung der Natur darstellt.
Eine Landschaft ist eine Ordnung von aufeinander bezogenen Orten, ein zu interpretierender Text, Zeitlichkeit, Geschichte, Erzählung. Die Natur ist immer überlagert von zugewiesenen Bedeutungen, in deren selbstgesponnenem Gewebe der Mensch verstrickt ist. Es gibt keine „Klischee-Natur“, die das „Ich“ am Erkennen einer „realen Natur“ hindert; Landschaften sind kognitive Konstruktionen, historische Begriffe mit begrenzter räumlicher und zeitlicher Gültigkeit. Landschaft muss nicht unmittelbar erlebt werden, sie kann im Geist als Inbild vorliegen.
Die Landschaft der Außenwelt hat keine Entdecker nötig, das Innere ist die terra incognita,  und dort, wo äußere und innere Landschaft sich berühren, das Greifbare und Ungreifbare, Inbild und Bild verschmelzen, als Ergebnis von genauen Beobachtungen, intuitivem Experimentieren und der Befreiung von Unwesentlichem entstehen Bilder, die mit der Wirklichkeit in unserem Kopf viel genauer übereinstimmen als die „wirkliche“ Natur.

Text: Cem Angeli


Lorenz Grieder

23.09. - 15.11. 2011

Opening: 22 of September 2011

Details …

Malerei und Zeichnung

Nach seinen Ausstellungen – zuletzt in der Nikolaikirche in Leipzig (Deutschland) und Basel (Schweiz) – ist Lorenz Grieder nun erstmals auch wieder in Wien zu Gast. Die Zeitvertrieb Galerie präsentiert einen Querschnitt seiner Arbeiten aus den vergangenen 3 Jahren. Die Schau umfasst 30 Werke, in Öl, Tusche/Tinte und Mischtechnik auf Leinwand oder Papier.


List of all artists

03.06. - 31.08. 2011

Opening: 02 of July 2011

Details …

JAPAN Now

After the big »JAPAN Now« show at Designforum Vienna, MQ/quartier 21 the posters will be shown at the Zeitvertrieb Gallery. »JAPAN Now« is setting signs - against nuclear power and pro global solidarity - and the sale of the posters will be donated to help the victims of the disaster in Japan. The net revenues goes to the charity organization »Jugend eine Welt«/Don Bosco, from where the funds will be given to local Japanese helpers.


Louise Thaler

04.03. - 29.04. 2011

Opening: 03 of March 2011

Details …

Greetings from Paradise

Mit »Greetings from Paradise« kreiert Louise Thaler eine Art begehbares Comic. Dabei befindet sich der Betrachter im »Rinnstein« (i.e. Raum zwischen den einzelnen Bildern einer Bildgeschichte). Alle Bilder und Objekte funktionieren für sich alleine, ergeben aber zusammen eine flexible Bildgeschichte mit offenem Ende. Den Verlauf der Geschichte bestimmt der Betrachter selbst.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Bild »Palme am Strand«. Dieses Bild symbolisiert das Begehren, das Streben, das persönliche Paradies und die Möglichkeit dies zu manifestieren.


Phaedra Richter

17.12. - 24.02. 2011

Opening: 16 of December 2010

Details …

fedralita’s worlds

Phaedra Richter (aka fedralita) once noticed something: what people miss most of all is their own true self - their inner feelings, their fantasies, their secret desires, their wild hopes and impossible dreams. When you look around these days, you don't see human beings anymore, all you see are robot models of 2009-11, etc.

So fedralita started creating a whole new world where everyone can find himself in mysterious places, shiny kingdoms, pink skies, yellow seas, resting majestically, laughing quietly, whimsically sad, happily floating. Every single character of her work is based on someone she knows, what she sees in her/him and where s/he takes her.

We hope you enjoy visiting fedralita's worlds.


Iskren Semkov

06.10. - 05.12. 2010

Opening: 05 of October 2010

Details …

It all began with graffiti

Iskren Semkov, lebt und arbeitet in Sofia (Bulgarien). Er begann seine künstlerische Karriere als Graffiti Künstler. Die Ausstellung »It all began with graffiti« erzählt seine persönliche Geschichte, basierend auf Erinnerungen, Impressionen, Graffiti Skizzen und Street Art Projekten.

Iskrens Art zu Malen ist stark beeinflusst von den Techniken der alten Meister, gemischt mit zeitgenössischen Ideen. Seine Öl-Gemälde zeichnen sich durch einen starken Realismus aus. Da er es bevorzugt Pinselführung in seinen Werken sichtbar zu halten, sind die Arbeiten dennoch nicht foto- oder hyperrealistisch. Durch die Überlagerung vieler Schichten entstehen so Bilder, die uns als Betrachter die Welt der Street Art & des Graffiti auf besondere Weise erleben lassen.

Viele seiner Arbeiten sind bereits im Besitz zahlreicher Privatsammlungen in Österreich, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Niederlanden, Frankreich, Russland, Taiwan, USA.


Thomas Mock

11.06. - 30.08. 2010

Opening: 10 of June 2010

Details …

artyfucked - the walls can speak

Thomas ´Keramik´ Mock is one of Vienna's best known graffiti artists. His needs for the enrichment of the surroundings with his own ideas and associations are expressed in the art of Thomas Mock in a diversity of graffiti and paintings on walls, wood or canvas. In his exhibition ”artyfucked - the walls can speak“ he humorously presents his very personal interpretation of the street and graffiti art scene of Vienna. A persiflage worth to see!


Sylvia Winkelmayer, Hannah Swoboda & Gerald Wenzl

21.05. - 02.06. 2010

Opening: 20 of May 2010

Details …

MIR »System«

MIR gastiert in der Galerie Zeitvertrieb und zeigt in bekannter Manier Arbeiten die raumgreifend, mit zynischem Augenzwinkern, verschiedene Systeme unserer Umgebung beleuchten. Dabei stellen Machtstrukturen für MIR einen generellen interessanten Ausgangspunkt dar – ist es einerseits die Arbeit SYSTEM, die den Kunstkreis und deren Machtinhaber beleuchtet, fokussiert die weitere Arbeit auf den Begriff des Kunstwerkes.

Darüber hinaus werden Einzelarbeiten der KünstlerInnen präsentiert, die als Schnittmenge von Gedanken, Diskussionen und Prozesse Einblicke in Einzelpositionen geben jedoch darüber hinaus natürlich Rückschlüsse auf die Verwobenheit und Mechanismen von MIR zulassen.


Pascal Rabaté

09.04. - 08.05. 2010

Opening: 08 of April 2010

Details …

Ibicus

Das künstlerische Schaffen von Pascal Rabaté ist sehr vielfältig: Er fertigt Comics in Schwarz/Weiß, in Tusche und Farbe an und stellt in seinen Werken sehr unterschiedliche Welten dar. «Ich habe keinen besonderen Stil, ich versuche einfach, dass Form und Inhalt übereinstimmen. Bei den Zeichnungen verhält es sich ebenso : man macht keine expressionistische Zeichnung, wenn man eine Komödie machen will.»
1998 überträgt er Ibicus - den Roman von Alexis Tolstoï über den sozialen Aufstieg eines Opportunisten während der russischen Revolution von 1917 - in Comic-Form. Originale zu diesem Werk werden in der Zeitvertrieb Galerie präsentiert. Für dieses Album wählt er die Tuschetechnik, die er sehr gut beherrscht. Er benutzt dabei verschiedene Grautöne, um seinen Bildern Struktur und Volumen zu verleihen, die seine Figuren beliebig verändern. Die daraus entstehende monochrome Dimension trägt zur beängstigenden Stimmung dieser anspruchsvollen Erzählung bei. Die Übertragung von Ibicus in Comic-Form bringt Rabaté einen beachtlichen Erfolg beim Publikum und bei den Kritikern ein und macht ihn zu einem der großen zeitgenössischen Autoren für Comics und graphische Romane.
Rabaté wurde mehrmals für seine Arbeit ausgezeichnet: Beim Comicfestival von Angoulême hat er 1999 und 2000 Preise erhalten sowie den Internationalen Preis der Stadt Genf 1999. 2003 bekommt er den Großen Preis beim Festival Des Planches et des Vaches in Hérouville-Saint-Clair und 2009 den Preis Jacques Lob beim Festival von Blois: beide Festivals zeichnen ihn für sein Gesamtwerk aus.
Bis jetzt wurden zwei Alben ins Deutsche übersetzt : « Les petits ruisseaux » (« Bäche und Flüsse »), für welches er den Großen Preis der Kritik ACBD 2007 bekommen hat und « La Marie en plastique » (« Plastik-Madonna »), für das er 2008 in Angoulême ausgezeichnet worden ist (Preis « Les Essentiels »). Das Album « Les petits ruisseaux » wurde auch für das Kino adaptiert. Der Spielfilm « Les petits ruisseaux », der vom Autor selbst realisiert wurde, kommt in Frankreich im Juni 2010 heraus.


Gordana Rona

06.03. - 20.03. 2010

Opening: 05 of March 2010

Details …

Farbenspiel

Unter dem Titel »Farbenspiel« zeigt Gordana Rona erstmalig ihre Arbeiten in Acryl der Öffentlichkeit in der Zeitvertrieb Galerie. »Meine Bilder sollen eine kleine Anregung sein Geschichten und neue Bilder im Kopf entstehen zu lassen.« so die Künstlerin. Das Schöne an ihren Arbeiten ist der Mut zur Farbe und die kraftvolle Ausdrucksweise. Ein wundervoller Auftakt um das Grau des Winters zu verlassen und sich gemeinsam auf den Frühling zu freuen!


Jay Cee Feelhower

27.11. - 31.12. 2009

Opening: 26 of November 2009

Details …

LIVECHAT - A Dialogue With the Netgirls

Körperlichkeit dechiffrieren und soziokulturell geprägte Genderzuschreibungen gegen den Strich bürsten: Jakob Christof Fielhauer – alias Jay Cee Feelhower (JCF) beschäftigt sich künstlerisch mit der Darstellung des (Frauen)Körpers im Internet. In seinen Arbeiten Netgirls (2004-2006), Livechat* (2007-2009) und Blind Date (2009) untersucht er, wie Frauen sich selbst darstellen und wie sie von ihren Partnern ins Bild gerückt werden. Er erzeugt Dialoge zwischen fiktiven Figuren, deren Geschlechterrollen er teilweise vertauscht. In Blind Date, seinem Projekt, dass 2010 fertig gestellt werden soll (und die ersten zwei Arbeiten bei dieser Ausstellung zu sehen sind; Anm. JCF), entwickelt er seinen Ansatz weiter, indem er die Körper und Gesichter bis zur Unkenntlichkeit abstrahiert.

Netgirls, Livechat und Blind Date sind in einen lebensnahen Entwicklungsprozess eingebunden und werden mit persönlichen Erfahrungen des Künstlers verwoben, in denen sich andere Männer möglicherweise wieder finden. Der männliche Blick auf den weiblichen Körper mündet allerdings in eine Reihe von Problemfeldern, die in Jay Cee Feelhower Kunst stellenweise als Widersprüchlichkeit ihren Ausdruck findet. BetrachterInnen werden getäuscht. Mit ihrem eigenen Voyeurismus konfrontiert. Verpackt in ein Spiel mit weiblichen Attributen und dennoch nicht frei von einer machtpolitischen Argumentation. Übersetzt in eine Sprache der bildenden Kunst.

Gegensätzliche Schattierungen der Geschlechterklischees zeichnen sich am Körper und in seinem Ausdruck ab. Formen des Körperlichen als biopolitische Phänomene zu erfassen, als Aggregate von Gefühlen und Handlungen, bedarf einer Untersuchung zwischenmenschlicher Beziehungen. Gesichter werden von anderen geprägt. Stets vermittelt. Körper formen sich im gesellschaftlichen Miteinander heraus. Sind ständigem Wandel unterzogen. Jay Cee Feelhower verweist in dieser Ausstellung auf die vielfältigen sozialen und kulturellen Ausprägungen der Körperdarstellung. Inwieweit das nackte Leben auf seinen Bildern Spuren hinterlässt, bleibt einstweilen noch dahingestellt. (Christina Lammer, November 2009)


Russell Howze

22.01. - 22.01. 2009

Opening: 22 of January 2009

Details …

Stencil Nation

»Stencil Nation: Graffiti, Community and Art« von Russell Howze, erschienen bei Manic D Press zeigt auf über 500 Farbfotografien ausgewählte Werke von mehr als 350 Künstlern wie Banksy, Jef Aerosol, Logan Hicks, Adam5100, Arofish, M-City, SWOON, Hao, John Fekner, Peat Wollaeger, Klutch u.a. aus 28 Ländern z.B. Deutschland, Polen, Australien, Japan, Kanada, Spanien, Libanon, Israel und die USA. Ohne Zweifel sind »stencils« (dt. Schablonen) die schnellste, einfachste und billigste Methode, ein Bild auf eine Wand, einen Gehweg oder irgendein anderes objekt zu malen. »Stencil Nation« zeigt einen unerwarteten Mix dieses lebendigen, zugänglichen Mediums und enthüllt bezaubernde Aspekte einer absichtlich im Geheimen agierenden internationalen kreativen Gemeinschaft. Mit Hunderten von Fotografien und zahlreichen Artikeln zum Thema illustriert der Autor und StencilArchive.org-Gründer, Russell Howze, verschiedene Perspektiven und Nischen dieser Kunstform. Auf vorherigen Veröffentlichungen aufbauend, gibt »Stencil Nation« nicht nur den umfangreichsten und aktuellesten Überblick über die Schablonenkunst, sondern auch Insider-Tipps von Künstlern, die mit dem Medium arbeiten.

Special after party guests: Podski, Putigam, and VJ Homecut


Baloo

07.06. - 20.06. 2008

Opening: 06 of June 2008

Details …

Hi.Kyselak [2] - Art Connection

Hi.Kyselak [2] Die zweite Auflage von Hi Kyselak trägt den Titel »Art connection«. In der Zeitvertrieb Galerie sollen erneut viele Freunde von Schablonen und street art zusammenfinden und das neue »artyfucked« Heft 999 feiern. Im Rahmen der Ausstellung werden neue Arbeiten von »Baloo« gezeigt. Feinste Stencil Kunst und viele neue Motive auf Karton, Holz, Metall und was dem Künstler sonst noch in die Hände fiel. Der Reinerlös aus dem Verkauf der Ausstellung kommt wieder einem karitativen Projekt für Kinder und Jugendliche zu. Daher hoffen wir erneut auf eure grossartige Unterstützung. »Zeitvertrieb« präsentiert die neue Ausgabe von »artyfucked« dem sketch & street art journals das jetzt zum fünften mal erschienen ist


Aleksandr Grechanik

09.05. - 28.05. 2008

Opening: 08 of May 2008

Details …

Aleksandr Grechanik Retrospective

It is not difficult to master the very art of painting. The technique of brush and oil could be passed from a specialist to a student in a few years of hard work. The problem is to find one’s own technique, to create the specific recognizable world of one’s own paintings. Technique is not enough. The pavement artist with chalks can create such nice images on the street that the innocent observer may think: what could be more like the reality? Is it not the task of the artist to create images as close to reality as possible? The more experienced person may argue: the task of the real artist is to create the image most differing from reality. The whole spectrum of art works has to be somewhere in between from the most close imitation of the reality to the wild hallucination’s images of ill fantasy. This maybe is a very narrow approach to the problem but this is true. Especially for Russia.
Alexander Grechanik is a Russian artist grown up in soviet epoch of ‘communism’. This gave him a unique opportunity to obtain the mastery of technique of painting which is rarely possible in other places of the world even now. The skewed soviet system provided in some cases extremely good results – education was one of such. Alexander since first days of his art life being still a student of the prestigious art institute paid attention to technical mastery, ancient art traditions, ‘secrets of old masters’ which could still be obtained through survived painters who still recalled and worked with such giants as Malevich, Kandinsky, Petrov-Vodkin... The flourished school of antique restoration lead by Grabar added a strong professionalism in work with materials, natural colors, pigments, techniques of multi-layer oil painting and other rare skills.
Alexander masters this with excellent results but this was not the reason for being marked as one of the most promising students. After all, there were many of such who could do such things. Alexander at the very beginning was put into the vice circle of soviet system: either a painter create works which suite the official representatives from Party control organs or comes to ‘underground’ club. Both ways were not suitable for Grechanik because both were only the reflection of this world political life. And Grechanik’s interests were in other perspective.
He begin to work as a technical artist, designer, earning money by big orders where the work was purely professional and out of political stream. At the same time he works literally through day and night – not trying to find his own way, this he found at the very beginning of his path – trying to find the way to present his own world of fantasy and reality by all the technical means he mastered.
This was not easy. This was an attempt to levitate over reality at the same time being inside this reality. The reality which crushed those who has chosen the alternative paths in art by bulldozers. Alexander was a participant of the famous ‘Malaya Grouzinskaya’ art community in early pre-perestroyka period. And still for him it was not enough.   
The topics, problems and themes which were popular and brought money at that time were too flat and shallow. We recall that period. It was enough to make a portrait of Lenin in a grotesque form or add sickle and red star to an icon or Christ image to some Party collage – and it was well bought, well praised and very nice for establishing an image of opposition and very brave artist. Thousands of people in Kremlin Manage stood for hours in a frost to see the paintings of Stalin on a blood carpet and Russian-stylized prophets painted by Ilya Glazunov. This was not the way of master in Grechanik’s understanding. Only very few of masters put into the same cultural conditions and political environment: Oleg Tselkov, Vadim Sidur, Ernst Neizvestny – persons like these preserved their ability to find a fame and own path through this turbulent situation. Alexander Grechanik just then began to create works which were out of lines of any political situation, out of this real world – and at the same time more real in time frames than the works of hundreds of painters who got their money to be lost in few decades. It is not that Alexander was not famous and did not earn money. It is always easy to tell: I am so different that nobody understands me. So they do not buy.
Yes, they bought. But we have to look who bought his works and why. (Alexander Dmitriev, 2008)


Regine Kafeder

17.11. - 06.12. 2007

Opening: 16 of November 2007

Details …

Poner

„La Catrina“ zieht durch Wiens Raum- und Traumwelt, verliert an Sarkasmus und gewinnt an Ironie. Es entstehen Inszenierungen figurativer Szenen und traumähnlicher Darstellungen von kulissenhaftem Form- und Häuserwerk, gemalt von Regine Kafeder (*1967 in Judenburg). Zur Ausstellung spricht Georg Rigele. Sascha Neudeck & Andreas Hierzenberger bieten eine soundart performance.

Die Künstlerin setzt ihre überwiegend weiblichen Figuren, in sinnlich arretierte Körperhaltungen. Es besteht kein Vorhaben, sie dem voyeuristischen Blick des Betrachters zu entziehen. Vielmehr wird posiert und unbeirrt mit indolenter Erotik oder lustvoller Geselligkeit skelettierter Botschafter der Vergänglichkeit konfrontiert. Die menschliche Intension der Kalkulierbarkeit einer Lebensspanne setzt sie in perfekt skulptierte, puppenhafte Körper und kontrapunktiert mit pulsierender Farbigkeit. Es entsteht ein Spannungsfeld, das vibrierend den Augenblick vor dem Umbruch festhält. In ihren jüngsten Werken arbeitet Regine Kafeder unverhalten und technisch versiert den dekorativen Stil Tamara de Lempickas aus und knüpft an deren letzte Tage in Cuernavaca an. Bei Kafeder türmen sich jedoch nicht futuristische Wolkenkratzer zu bildnerischen Accessoires, wohl aber Formen wie Einkaufstaschen, die farblich mit der leicht bekleideten Schönen in „Stadt der Träume“ in Resonanz gehen. Die ausladende Hutkrempe wirft Schatten auf die halb geöffneten Lider und es obliegt dem Betrachter zu entscheiden, ob dieser Blick ein sinnliches Versprechen bedeutet, oder Müdigkeit und Langweile. Ihre eigenen Lebenserfahrungen am lateinamerikanischen Kontinent fließen in Regine Kafeders thematische Aufbereitung, als auch in ihre Technik ein und begründen die spanische Ausdrucksweise in der Betitelung der Ausstellung. „Poner“ heißt nicht nur „stellen“, „legen“, „positionieren“, sondern auch „wo sich die Sonne hinsetzt“. (Martina Ritschl)


Mandarina Brausewetter, Baloo, Matthias Grieder (Fu)

29.09. - 05.11. 2007

Opening: 28 of September 2007

Details …

Hi Kyselak [1]

Mit Hi.Kyselak [1] startet die „street art“ Ausstellungsreihen in der Zeitvertrieb Gallery.

Im Zentrum der ersten Ausstellung steht das, was Betrachter normalerweise nie sehen und  was vor vielen Graffiti als Beginn steht: die Schablone. Mandarina Brausewetter & Baloo zeigen eine Vielfalt ihrer Motive als Schablonen und in gesprayter Form.  Ill Fu zeigt erstmalig seinen „Totentanz“ – leuchtende Motive in Röngtenbilder geschnittener, tanzender Skelette. Die Ausstellungsreihe ist ein Versuch, die Kunstform street art Menschen näher zu bringen, die bisher noch keinen Bezug dazu gefunden haben oder ihr skeptisch gegenüber stehen. Wir hoffen die Neugier unterschiedlichster Besucher zu wecken! Manche finden, street art passe nicht in Galerien, sie würde auf diese Weise aus dem Element ihrer Kunstform gerissen. Uns ist es jedoch wichtig, „street art“ und ihre Entstehung in diesem „geschützten“ Rahmen zu präsentieren und aufgrund des  anderen Blickwinkels die Möglichkeit einer größeren Akzeptanz zu erreichen.

Josef Kyselak – Namensgeber der Ausstellungsreihe
Josef Kyselak war Alpinist und Hofkammerbeamter in Wien. Er gilt durch die Hinterlassung seines Namens im öffentlichen Raum als Vorläufer des modernen „Taggens“, bzw. der Graffiti-Kultur. Es heißt, dass Kyselak zum Kaiser gerufen wurde, nachdem er ein kaiserliches Gebäude „beschmiert“ hatte. Franz I. verbot ihm, je wieder seinen Namen irgendwohin zu schreiben, woraufhin Kyselak Besserung gelobte. Als er wieder gegangen war, fand der Kaiser Kyselaks Namen und das Datum an seinem Schreibtisch eingraviert. Respekt! Sein Name als Synonym für Graffiti ist ein hervorragender Träger für unsere konzipierte street art-Ausstellungsreihe, mit der wir unterschiedlichste Themen, Inhalte und Techniken aufgreifen und präsentieren werden. Wir wollen mit „Hi Kyselak“ den „Sonderling“ grüßen und unsere tiefe Verbundenheit zeigen!


Milomir Einbrodt

27.04. - 30.06. 2007

Opening: 26 of April 2007

Details …

Look no further - I'm your man

Im Gemäldezyklus „LOOK NO FURTHER – I‘M YOUR MAN“, zu sehen in der Galerie Zeitvertrieb, begegnen wir einer Serie junger Männer, die selbstsicher mit den BetrachterInnen Blickkontakt aufnehmen. Als Ausgangspunkt seiner jüngsten Arbeit verwendet Milomir Einbrodt Inserattexte einer Internetseite, auf der Kontakte zu Insassen von US Strafgefangenenlagern vermittelt werden. Verbunden mit Fotografien aus deren Polizeiakten verarbeitet er diese in Zeichnungen und Ölbildern zu Portraits fiktiver Personen.

Der Titel der Arbeit birgt eine Doppeldeutigkeit: Einerseits suchen Strafgefangene Kontakte nach außen, andererseits sind es große Teile der US-Industrie, die die Rechtslage nutzend, billige, verfügbare und versicherungskostenfreie Arbeitskräfte (Strafgefangene) in riesigen Produktionsstätten für sich arbeiten lässt. Infolge mehrerer Strafrechtsreformen, die auch für kleine Delikte im Wiederholungsfall höchste Strafen vorsieht („Three strikes and You are out“) entstand eine boomende Gefängnisindustrie, die Millionen Strafgefangene in die Produktionshallen der oft privatisierten Gefängnisunternehmen zwingt.
Ester Arafune-Suranyi (Wien, April 2007)


Herbert Bednarik

02.02. - 01.03. 2007

Opening: 01 of Febuary 2007

Details …

Schwarz / Weiss

Herbert Bednarik greift in dieser Ausstellung auf Fotografien aus seinen Reisen nach Afrika zurück. Fotografien voll von ereignisloser Banalität, Portraits, Bilder von denen man auf den ersten Blick glauben könnte, es handle sich um die dem Touristen so liebenswerten Schnappschüssen. Doch nur auf den ersten Blick.
Denn hinter der Banalität der Themen versteckt sich die grosse Linie, die immer wieder dasselbe Thema hat: Überall auf der Welt versuchen Menschen sich im Leben zurechtzufinden und meistern das Schicksal – oder auch nicht. Die Technik die der Reprofotograf hier anwendet, das extreme Schwarz-Weiß-Bild, das bewußte Verzichten auf Zwischentöne, dient hier genau dem was die Technik aussagt: Durch das Fehlen der Zwischentöne werden alle Zweiteutigkeiten der Aussage vermieden. Der Inhalt der Aufnahme, des Dokuments wird eindeutig und klar. Bei Insidern und in Kreisen um den Spittelberg ist Herbert Bednarik bekannt durch seine Fotoausstellungen, Fotobücher und Siebdruckserien. (Prof. Erich Lessing)

Get invited!

Leave your E-mail address and receive our invitations of upcoming exhibitions.

Please enter your E-mail address