Habitat

„Das Verfügenkönnen über die Räume hat es uns angetan.“ (Siegfried Kracauer)

In unserer künstlerischen Arbeit beschäftigen wir uns auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema Wohnen, Raum und Zeit. Gebäude, die nicht mehr bewohnt werden, Hotelzimmer, Stiegenhäuser, Fassaden und auch Möbel sind nur einige Blickwinkel in die wir schauen. Diese unterschiedlichen Orte sind durch uns Menschen, die sie bewohnen und benutzten, verbunden. Wir haben all diese Orte aufgesucht und unterschiedliche Interpretationen geschaffen. Schwarzweiß, bunt, geometrisch, rund, hart und doch so wohnlich. Wohnen ist individuell und manchmal auch uniform. Was wir in unserer Höhle machen und in sie hineintragen, das ist oft privat und geheim. Die Höhle schützt uns mit ihren Wänden und gibt uns Geborgenheit. Die Zeit ist ein wesentlicher Faktor in der Photographie und in unserem alltäglichen Leben. Ein Bild das wir in der Gegenwart betrachten, kann auf die Vergangenheit verweisen oder eine Anspielung auf die Zukunft sein. Was ist damals an diesem Ort geschehen? Wer hat dort gewohnt? Wir möchten den Betrachter als Zuschauer einladen in unsere Bilder einzutreten, darin zu wohnen, davon zu träumen und darüber nachzudenken. Für einen Augenblick könnte man sich Zuhause fühlen oder aber auch froh sein, dass man ein Zuhause hat. Man kann in eine andere Zeit blicken und auch in die vermeintliche Gegenwart. Und warum tanzt der Sessel mit dem Mann auf dem Tisch?

Die Ausstellung findet im Rahmen von off-festival vienna 2017 statt.
http://hausderfotografie.wien/de/off-festival/programm/habitat.html